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Oskar Hoffmann
KH 3 - Der Goldtrust | Die Eroberung der Luft
Internationaler Finanzroman
| Kulturroman vom Jahre 1940
Nachdruck der erstmals 1907 und 1908 erschienenen Originalausgaben in einem Band im Neusatz, 2. Auflage 2019
Klappenbroschur, 320 S., Vorbemerkungen, Reproduktionen

25,00 € 978-3-945807-37-8 - in Vorbereitung - bitte vorbestellen

Über Oskar Hoffmann

Der Goldtrust

Inhalt
Vorbemerkungen
1. Der Herr der Erde
2. Die Probe aufs Exempel
3. Ein Hundert Millionen Lire-Geschäft
4. Ein bißchen Weltpolitik
5. Dämon Gold hält die Gemüter in Schach
6. Das chemische Kuckucksei
7. Vor dem Forum des hohen Gerichtshofes
8. Der Archipel der Spitzbuben
9. Old Englands Passarillen
10. Betrogene Betrüger
11. Die Jagd auf dem Ozean
12. Yankeezorn
13. Gaunerstreiche
14. Ein inszenierter Riesentrust
15. Naturgold gegen Kunstgold
16. Im Bann der Circe
17. Ein Ballonkrieg
18. Der Schlußakkord des Weltdramas

Im Mittelpunkt dieses „internationalen Finanzromans“ steht der russische Chemiker Wassilowitsch, ein „Adept“ der Alchimie, dem die künstliche Herstellung von Gold gelungen ist. Statt durch dieses Werk reich und glücklich zu werden, wird er zum Spielball staatlicher und privater Mächtegruppen und verfällt schließlich einer Frau, mit der zusammen er auf seiner endlichen Flucht mit einem Ballon den Tod findet.
     Der Goldtrust, dessen Hauptperson unter dem Namen Nikitin in einer in Italien spielenden Episode des Romans noch einmal in der 1912 erschienenen kurzen Erzählung König Mammon wiederkehrt, thematisiert das klassische Motiv des mehr oder weniger erfolgreichen Goldmachers und sein ewiges Scheitern. Dieser erstmals 1907 als Pilotband der späteren Reihe der CHAMPION-ROMANE im Verlag Hermann Seemann Nachfolger, Berlin und Leipzig, erschienene Roman zeichnet sich durch eine, im Vergleich etwa zu Die Eroberung der Luft, durchgängige Dramatik und Spannung aus, was ihn heute noch lesbar macht.

Die Eroberung der Luft

Inhalt
Vorbemerkungen
1. Die neue Ära
2. Das Festmahl der Aerodynamiker
3. Ein Streifzug im Luftmeer
4. Aus den Annalen der Aeronautik
5. Die Entdeckung des Nordpols
6. Ein Bombardement aus der Vogelperspektive
7. Sylvester 1940
8. Amerikanischer Aero-Imperialismus
9. Um die Weltherrschaft im Luftozean
10. Friedensstörer
11. Reichstags-Debatten
12. Die Ouvertüre zum Weltkrieg
13. Völkerringen in hohen Regionen
14. Und Friede auf Erden

Gegenstand dieses „Kulturromans vom Jahre 1940“ ist die in die (damalige) Zukunft der Jahre 1940 und 1941 fortgeführte Entwicklung der Luftfahrt, insbesondere auf militärischem Gebiet, samt ihren und Begleiterscheinungen und Folgen im Verlauf eines für das Jahr 1941 (da war wirklich Weltkrieg!) geschilderten Weltkrieges.
     Eigentlich handelt es sich nicht um einen in sich geschlossenen Roman mit durchgehender Handlung, sondern um eine Rahmenhandlung mit eingestreuten und nur locker miteinander verbundenen Einzelerzählungen und Essays, die an Hoffmanns Wirken als Sachbuchautor, gerade auf dem Gebiet der Technik, erinnern. Dabei wirkt das Ganze eher betulich bis peinlich, teilweise auch abstoßend, wenn etwa das deutsche Wesen mit einem gütigen, greisen Kaiser Wilhelm dem II. (der starb in der Realität am 14. Juni 1941 im niederländischen Exil!) herausgestellt wird, an dem die übrige Welt genesen soll — wobei sie angesichts des Sieges, den Deutschland mit Hilfe einer Massenvernichtungswaffe, einem elektrischen „Todesstrahler“, erzielt hat, wohl auch gar keine Wahl hat.
Die Franzosen, Briten und US-Amerikaner werden nach den damals gängigen Klischees geschildert, die Sozialdemokraten als vaterlandslose Gesellen vorgeführt, vor denen (und dem „Zentrum“, der Partei der Katholiken) man („man“ — das sind „Se. Majestät“, der deutsche Generalstab und die „regierungstreuen“ Parteien) militärische Planungen geheim hält und die man in öffentlicher Reichstagssitzung planmäßig belügt.
Hoffmann hat hier, wie so viele andere „patriotische“ Schriftsteller seiner Zeit, ins chauvinistische Horn gestoßen und dabei kein Meisterwerk geliefert. Wenn dieser „Kulturroman“ — ironischerweise werden die europäischen imperialistischen Mächte, die mit allen Mitteln nach „Weltherrschaft“ streben, als „Kulturstaaten“ bezeichnet — hier als Nachdruck vorgestellt wird, dann eher als abschreckendes Beispiel für diese Art „Zukunftskriegs“-Literatur.
     Es ist nicht eindeutig zu ermitteln, wann der Roman erstmals erschienen ist: Hauptsächlich werden hierzu die Jahre 1902 und 1908 genannt. Aus folgenden Gründen bin ich zum Ergebnis gekommen, daß 1908 das Ersterscheinungsjahr war: Im 6. Kapitel („Ein Bombardement aus der Vogelperspektive“) wird die Zeit „der brenzlichen Marokkoangelegenheit“ im Zusammenhang mit der von Frankreich betriebenen sog. „friedlichen Durchdringung“ Marokkos, die von deutscher Seite als Beeinträchtigung deutscher Interessen empfunden wurde, erwähnt. Es handelt sich hier um die später als erste Marokko-Krise bezeichnete Auseinandersetzung auf diplomatischer Ebene, die ihren spektakulären Höhepunkt mit dem Besuch Kaiser Wilhelms II. in Tanger am 31. März 1905 und ihren Abschluss auf der Konferenz von Algeciras am 16. Januar 1906 erreichte, die nur scheinbar für Deutschland erfolgreich war, zumal sie die außenpolitische Isolierung Deutschlands deutlich werden ließ. Der Roman kann daher frühestens 1906 erschienen sein. In der Reihe der CHAMPION-ROMANE erschien Die Eroberung der Luft nach dem erstmals 1907 erschienenen Roman Der Goldtrust als Bd. 2, was für 1908, frühestens aber 1907 als Ersterscheinungsjahr spricht.
     Der Roman erlebte bis etwa 1910 mindestens 18 Auflagen, seit der 9. Auflage offenbar auch in der parallel in einfacherer Ausstattung zu 1,00 Mark erscheinenden Reihe SIESTA („Bibliothek beliebter zeitgenössischer Erzähler!“) im gleichen Verlag mit dem abgewandelten Untertitel „Moderner Kulturroman“.

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