Kurd Laßwitz - Sonderausgaben
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Kurd Laßwitz

Kurd Laßwitz wurde am 20. April 1848 in Breslau in einer Kaufmannsfamilie geboren. Nach Kindheit und Jugend in Breslau studierte er von 1866–1874 (mit Unterbrechung durch den Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger, u. a. in Frankreich) in Breslau, Berlin und schließlich wieder Breslau Mathematik und Physik. Nach der Promotion zum Dr. phil. in Breslau 1873 bestand er dort 1874 das Staatsexamen für das höhere Lehramt in den Fächern Mathematik, Physik, Geografie und Philosophie. Nach anschließenden Lehrtätigkeiten an Gymnasien in Breslau und Ratibor wechselte er 1876 an das Gymnasium Ernestinum in Gotha. Hier war er, seit 1884 als Gymnasialprofessor, bis zu seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst mit Ablauf des Jahres 1907 tätig. 1876 hatte Kurd Laßwitz die Breslauer Kaufmannstochter Jenny Landsberg (1854–1936) geheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne (Rudolf, 1877–1935, und Erich, 1880–1959) hervor. Kurd Laßwitz starb am 17. Oktober 1910.
     Seit Ende der 1860er Jahre bis zu seinem Tode war Laßwitz schriftstellerisch tätig, teilweise unter Pseudonymen wie „Jeremias Heiter“ und „L. Velatus“. Neben bedeutenden naturwissenschaftlichen und philosophischen Schriften (insbesondere über die Arbeiten Immanuel Kants und Gustav Theodor Fechners) und zahlreichen Essays verfasste er vor allem „moderne Märchen“, Romane, Novellen und Kurzgeschichten, die man heute rückblickend als „Science Fiction“, als überwiegend anspruchsvolle spekulative Erzählliteratur bezeichnen kann. Vor allem wegen seines umfangreichen Romans Auf zwei Planeten (1897) wird Laßwitz heute vielfach als „Vater der deutschen Science Fiction“ bezeichnet. Ein „deutscher Jules Verne“ ist er allerdings nicht gewesen, eher ein „deutscher Hans Christian Andersen“.
Kurd Laßwitz
Auf zwei Planeten
Roman in zwei Büchern

Ungekürzte Neuausgabe des erstmals 1897 erschienenen zweibändigen Romans als Sonderausgabe, 2. Auflage. Broschüre, 22 x 15 cm, 354 Seiten, 5 Abbildungen, Anhang.
Hinweis:
Diese preiswerte Sonderausgabe in einem Band wird durch die Verwendung eines leicht verkleinerten Schriftsatzes (9,5 Punkt statt 10 Punkt) und eines vergrößerten zweispaltigen Satzspiegels ermöglicht.
17,50 €  — ISBN 978-3-940679-61-1
Schlangenmoos und Sternentau
Die erstmals zwischen 1884 und 1909 erschienenen Romane Schlangenmoos, Homchen, Aspira und Sternentau in ungekürzter und unbearbeiteter Fassung als Sonderausgabe. Broschüre, 22 x 15 cm, 404 Seiten, 8 Abbildungen, Anmerkungen.
Hinweis:
Diese preiswerte Sonderausgabe der vier Romane in einem Band wird durch die Verwendung eines leicht verkleinerten Schriftsatzes (9,5 Punkt statt 10 Punkt) und eines vergrößerten zweispaltigen Satzspiegels ermöglicht.
20,00 € ISBN 978-3-940679-56-7

Inhalt:
Schlangenmoos.
Novelle [als L. Velatus, 1884)
Homchen. Ein Tiermärchen aus der oberen Kreide [1902]
Aspira. Der Roman einer Wolke [1905]
Sternentau. Die Pflanze vom Neptunsmond [1909]
Anmerkungen

Nachdem Laßwitz’ Werke seit den 1930er Jahren nur noch in einzelnen und dazu oft bearbeiteten und gekürzten Fassungen nachgedruckt worden sind liegt seit 2010 eine nahezu vollständige Neuausgabe seines Gesamtwerks in 20 Bänden, ergänzt durch eine illustrierte Bibliografie, als KOLLEKTION LASSWITZ in drei Abteilungen (künftig abgekürzt als KL I, II, II; siehe die Zusammenstellung am Ende dieses Buches) vor. Die vorliegende Sonderausgabe entspricht somit dem Inhalt der Bände KL I.2, KL I.6 Teil 1, KL I.7 und KL I.8.
     Der Text ist, auch hinsichtlich der Rechtschreibung einschließlich der Zeichensetzung und veralteter oder aus heutiger Sicht missverständlicher Schreibweisen, von folgenden Ausnahmen abgesehen unangetastet geblieben:
     Das schließende Anführungszeichen, das in den Originalen uneinheitlich teils vor, teils nach dem Komma steht, ist für die Neuausgabe einheitlich vor dem Komma gesetzt worden. Vier oder fünf Punkte am Ende eines Satzes („Gedanken-Punkte“) wurden einheitlich auf die heute üblichen drei Punkte (…) umgestellt. Im Übrigen wurden nur offensichtliche Drucksatzfehler stillschweigend berichtigt.

Schlangenmoos
Diesem Nachdruck liegt die folgende Ausgabe zugrunde, die bis 2008 auch die einzige war: Schlangenmoos. Novelle von L. Velatus (= 3 MARK BIBLIOTHEK Bd. 22). – Breslau: S. Schottlaender, 1884, 267 S. – Druck: S. Schottlaender, Breslau.
     Der Broschürenumschlag nennt übrigens als Verlagsort neben Breslau auch Leipzig und als Erscheinungsjahr 1883, was auf zeitlich versetzte Arbeitsgänge bei der Herstellung des Umschlags und des Buchblocks zurückzuführen sein dürfte. Allerdings spricht die Jahreszahl „1883“ bei Annahme eines gewissen zeitlichen Vorlaufs bei der Veröffentlichungsplanung dafür, dass die Erzählung spätestens 1883, also noch vor der Ernennung Laßwitz’ zum Gymnasialprofessor (7. April 1884), druckfertig war.
     Laut seinen Tagebuchaufzeichnungen hatte Laßwitz die Novelle nach mehreren Anläufen jedenfalls schon im Oktober 1879 beendet und im November ins Reine geschrieben. Ebenfalls aus dem Tagebuch (1881) ergibt sich, dass die Veröffentlichung nach offenbar erfolglosen früheren Bemühungen schließlich nur noch aus finanziellen Gründen erfolgte:
     „Da sich bei der Rechng. im Januar ein großes Deficit herausgestellt hatte, so beschloß ich nochmals den Versuch zu machen, ‚Schlangenmoos‘ zu verkaufen. Ich wandte mich an S. Schottlaender in Breslau und trat mein Autorrecht an ‚Schlangenmoos‘ an denselben gegen 500 M. ab, indem ich zugleich die Bedingg. der Pseudonymität (L. Velatus) stellte.“ (Kurd Laßwitz: Tagebuch, Gotha, 6. Juni 1876 bis Weihnachten 1883. – Forschungsbibliothek Gotha, handschriftlicher Nachlass, Sign. Chart. B 2203 [7] Bl. 28).
     Schlangenmoos ist als wenig anspruchsvolle Liebesgeschichte mit teilweise autobiografischen Bezügen in Laßwitz’ schlesischer Heimat angesiedelt. Wenig bekannt ist, dass Laßwitz Schlangenmoos unter dem Titel Studien als Lustspiel in vier Aufzügen dramatisiert hat. Dies Lustspiel, um 1886 verfasst, ist bis zur Erstveröffentlichung aus dem handschriftlichen Nachlass im Rahmen der KOLLEKTION LASSWITZ (enthalten in KL I.11) weder veröffentlicht oder aufgeführt worden.
     An einige Themen aus der im Verhältnis zu den übrigen Erzählungen von Laßwitz-Kennern weniger geschätzten Erzählung Schlangenmoos hat Kurd Laßwitz übrigens in seiner umfangreicheren und hochgeschätzten späteren Erzählung Sternentau. Die Pflanze vom Neptunsmond (1909; nähere Angaben siehe unten) in weiter entwickelter Form noch einmal angeknüpft.

Homchen
Diesem Nachdruck liegt Band 1 der folgenden zweibändigen Ausgabe letzter Hand zugrunde: Homchen. Ein Tiermärchen aus der oberen Kreide von Kurd Laßwitz (= NIE UND IMMER. Erster Band). – Leipzig: Elischer Nachfolger, 3. u. 4. Tsd., o. J. [1907], IV, 205 S. – Druck: Lippert & Co. (G. Pätz’sche Buchdruckerei), Naumburg a. S.
     Das Tiermärchen Homchen, das erstmals 1902 als Teil 1 des in einem Band veröffentlichten Sammelbands Nie und Immer neben der in Teil 2 enthaltenen Erzählungssammlung Traumkristalle erschienen ist, gehört zu Laßwitz’ reizvollsten Erzählungen; sie ist zwar (noch) nicht verfilmt worden, kann aber durchaus dem von Steven Spielberg produzierten Zeichentrickfilm The Land Before Time (dt. In einem Land vor unserer Zeit, 1988; Regie: Don Bluth) als mindestens gleichwertig zur Seite gestellt werden.
     Allerdings ist Homchen kein reines Märchen mit niedlichen oder schrecklichen Tieren, sondern eine kaum versteckte Auseinandersetzung mit dem Widerstreit zwischen Wissenschaft und Philosophie auf der einen und Kirche und Priestertum auf der anderen Seite.

Aspira
Diesem Nachdruck liegt die folgende Ausgabe letzter Hand zugrunde:Aspira. Der Roman einer Wolke. Von Kurd Laßwitz. – Leipzig: B. Elischer Nachfolger, 3. Tsd., o. J. [1908], IV, 265 S. – Druck: Lippert & Co. (G. Pätz’sche Buchdruckerei), Naumburg a. S.
     Wie später (1909) in seinem letzten Roman Sternentau hat Laßwitz in seiner erstmals 1905 erschienenen Erzählung Aspira die Fechner’sche Vorstellung von einer „besee lten Natur“ thematisiert. Anders als in Sternentau geht es hier nicht um „Elfenwesen“, sondern um eine diffuse „über irdi sche“ Wolke, deren Versuch, eine harmonische Verbindung zwischen „der Natur“ und „dem Menschen“ herzustellen, ebenso wie in Sternentau letztlich scheitert. Ebenso wie in Schlangenmoos und später in Sternentau spielt auch hier eine gebildete junge Frau, die Chemikerin Wera Lentius, eine bedeutende Rolle: In ihrem Körper „materialisiert“ sich die „Wolken prinzessin“ Aspira und bekommt so für sie völlig neue, ihr fremd bleibende Einblicke in das Empfinden der Menschen. Aspira kehrt angesichts ihres Scheiterns (wie die „Idonen“ in Sternentau) in „ihre Welt“ zurück.
Anders als vier Jahre später in Sternentau heiratet die junge Frau Wera Lentius aber schließlich nicht den „jugendlichen Liebhaber“, den Ingenieur Theodor Martin (denn der ist dramaturgisch „passend“ bei einem Unfall ums Leben gekommen), sondern ihren väterlichen Freund und Wissenschaftler-Kollegen Paul Sohm.
Der Roman spiegelt sehr deutlich Laßwitz’ Ausrichtung auf die Gedankenwelten Immanuel Kants und insbesondere Gustav Theodor Fechners wider. Das hat (neben den für den Handlungsfluss eher als störend empfundenen zahlreichen Gedichten im Kapitel „Werbung“), ebenso wie später bei Sternentau, nicht dazu beigetragen, den von einem nur kleinen Publikum (dafür aber sehr) geschätzten Roman so populär werden zu lassen wie den „handfesteren“ Großroman Auf zwei Planeten.

Sternentau
Diesem Nachdruck liegt die folgende Erstausgabe, die gleichzeitig (Laßwitz starb 1910) auch die Ausgabe letzter Hand war, zugrunde: Sternentau. Die Pflanze vom Neptunsmond. Von Kurd Laßwitz. – Leipzig: B. Elischer Nachfolger, o. J. [1909], IV, 376 S. – Druck: keine Angabe, wahrscheinlich Lippert & Co. (G. Pätz’sche Buchdruckerei), Naumburg a. S.
     Im Roman Sternentau mit dem Untertitel Die Pflanze vom Neptunsmond hat Laßwitz Elemente aus seiner 1884 erschienenen Novelle Schlangenmoos aufgegriffen und in kosmischem Rahmen weiter ausgebaut. Anders als in Schlangenmoos geht es hier nicht um nur vage angedeutete „Elfenwesen“, sondern um deutlicher in Erscheinung tretende pflanzengebundene „Idonen“, Wesen außerirdischer Herkunft, deren Versuche eines bewussten Zusammenlebens mit den Menschen scheitern.
     Der Roman spiegelt noch deutlicher als Aspira Laßwitz’ Ausrichtung auf die Gedankenwelten Gustav Theodor Fechners, über den er auch eine Biografie verfasst hat (KL II.5), wider. Wie schon in Schlangenmoos und Aspira spielt hierbei eine selbstbewusste, sensible junge Frau, Harda, eine bedeutende Rolle. In der Figur der Fabrikantentochter Harda Kern (der Entsprechung der „Lilly“ in Schlangenmoos) hat Laßwitz seine Cousine zweiten Grades Hanna Brier (1886–1973) verewigt, in der Gestalt des väterlich-weisen Geo Solves (und wohl auch des jungen Dr. Eynitz, der Entsprechung des Lenz Gradenau aus Schlangenmoos) sich selbst. Dieser Umstand lässt einen inneren Wandel bei Laßwitz’ schwärmerischer und offenbar auf Gegenseitigkeit beruhender Zuneigung zu Hanna Brier erkennen: Gewinnt – 1905 im Roman Aspira – (noch) der altersweise väterliche Freund die junge Frau, so tritt 1909 in Sternentau endgültig ein junger Mann an diese Stelle, während sich der ältere Mann in die Rolle des eben (nur) väterlichen Freundes fügt.

Musterseiten

 

Kurd Laßwitz
Seifenblasen und Traumkristalle

Die erstmals zwischen 1878 und 1902 Erzählungssammlungen Bilder aus der Zukunft, Seifenblasen, Traumkristalle und sämtliche übrige Erzählungen (selten, teils aus dem Nachlass) in ungekürzter und unbearbeiteter Fassung als Sonderausgabe. Broschüre, 22 x 15 cm, 392 Seiten, 46 Abbildungen, Anmerkungen.
Hinweis:
Diese preiswerte Sonderausgabe der sämtlicher Erzählungen in einem Band wird durch die Verwendung eines leicht verkleinerten Schriftsatzes (9,5 Punkt statt 10 Punkt) und eines vergrößerten zweispaltigen Satzspiegels ermöglicht..
20,00 € ISBN 978-3-940679-59-8

Inhalt:

Bilder aus der Zukunft
Vorwort / Vorbemerkung
Bis zum Nullpunkt des Seins
Gegen das Weltgesetz

Seifenblasen. Moderne Märchen

Prolog
Auf der Seifenblase
Prinzessin Jaja
Stäubchen
Apoikis
Aladdins Wunderlampe
Aus dem Tagebuch einer Ameise
Musen und Weise
Unverwüstlich
Der Schirm
Der Traumfabrikant
Psychotomie
Mirax
Tröpfchen
Selbstbiographische Studien
Epilog

Traumkristalle. Neue Märchen
Prolog
Jahrhundertmärchen
Der gefangene Blitz
Das Lächeln des Glücks  
Die drei Nägel
Die Frau von Feldbach
Die neue Welt
Die Fernschule
Der Gehirnspiegel
Morgentraum
Das Gesetz
Weihnachtsmärchen
Die Universalbibliothek
Wie der Teufel den Professor holte
Der Gott der Veranda
Schiefe Gedanken

Moderne Märchen und andere Erzählungen
Vom Tropfen, der die Welt sehn wollte
A priori
Frauenaugen
Nach Chicago (Telelyt)
Die Unbeseelten
Hebe [Nachlass]
Eine Geschichte ohne Anfang und Ende [Nachlass]
Die entflohene Blume
Die Weltprojekte
Die Vernunft im Bade [Nachlass, unvollendet]
Die Zauberschminke [Nachlass, unvollendet]

Humoresken

Herr Strehler oder der poetische Hauslehrer [1868, 2010 wiederentdeckt], illustriert
Ich und mein Bruder werden nie heirathen [1869, 2010 wiederentdeckt], illustriert
O Gott, wie man sich täuschen kann
Ein gefährlicher Hirsch
Abgezählt
Die Anzeige [Nachlass]

Grotesken
Der Scharfrichter oder Ein treues Herz
Die Meergreise
Die Geschwister

Anmerkungen

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Musterseiten aus Schlangenmoos und Sternentau

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